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Wie werde ich zum König?

Juni 2018
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Der König: Liebe und Mitgefühl

1) Der Diener des Volkes

Immer, wenn ich an den König denke, dann öffnet sich mein Herz. Das mag jetzt zwar etwas seltsam klingen, immerhin verbinden wir mit einem König meistens eine weltliche Herrschaft, einen mächtigen Herrscher, der über sein Land regiert. Aber Qualitäten des Herzens wie Liebe und Mitgefühl? Wohl eher nicht.

Um so wichtiger scheint mir zu sein, dass wir die Rolle des Königs richtig verstehen. Denn schon im Tarot erscheint dieser nicht als Herrscher sondern als oberster Diener des Volks. Und gerade weil er seinem Volk so bedingungslos dient, ist ihm dessen Liebe und Unterstützung sicher.

Unter dieser Perspektive können wir auch den Dalai Lama als König begreifen – besteht seine einzige Aufgabe doch darin, seinem Volk und im Endeffekt allen Menschen zu dienen.

>> Die Qualität des Königs erfahren wir am besten in der Stille. Setz dich doch einfach an einen ruhigen Ort und schau nach innen: kannst du hier diese ureigenste Qualität des Herzens finden? Findest du in dir den Wunsch, allen Menschen zu dienen?

2) Wir nehmen unsere Aufrichtigkeit an

Haben wir unseren inneren König gefunden wird in uns sicherlich der Wunsch wach, diesen auch ins Leben zu bringen. Und dieser Weg ist nicht unbedingt leicht zu gehen – man kann sicherlich davon ausgehen, dass auch der Dalai Lama mehrere Inkarnationen übte, um diese Rolle auszufüllen.

In unserer Gesellschaft braucht es jede Menge Kraft, um uns selbst gegenüber in diesem Dienen treu zu bleiben – immerhin ist tief in uns verankert, dass wir, wenn wir anderen dienen, ausgenutzt werden, dass wir uns auf eine Stufe unter sie stellen.

Daher ist es zutiefst wichtig, dass wir wirklich verstehen, was passiert, wenn wir unseren Mitmenschen dienen; ein guter Teil von Krieger&Könige widmet sich diesem Verständnis und setzt es in die Praxis um.

>> Für den ersten Moment versuche einmal, dir vorzustellen, dass alle deine Handlungen und Gedanken Auswirkungen auf die Zukunft haben. Und wenn du jetzt deinem Mitmenschen liebevoll begegnest, dann setzt du einen Samen in deinen Geist, der mit der Zeit wachsen wird und schlussendlich dazu führt, dass auch dir die Welt freundlich begegnet – wie eben dem Dalai Lama.

3) Die Transzendierung der eigenen Grenzen

Krieger & König sind wie zwei polare Kräfte, die sich gegenseitig einerseits widersprechen und andererseits ergänzen. Während es beim Krieger darum geht, das eigene Selbst auszubauen, hat der König dieses Selbst längst errichtet (auch ein Löwe stellt nicht in Frage, wer er ist) und beginnt, dieses zu transzendieren.

Das heisst: in den höheren Praktiken geht es darum, dass wir die Grenzen von Ich und dem Anderen verwischen. Dass wir nicht mehr nur nicht neidisch auf den Erfolg der anderen sind, sondern dass wir uns an dem Erfolg mitfreuen, weil wir ihn als unseren eigenen betrachten – wir sind jetzt einfach grösser als die Grenzen unseres Körpers.

Für unser Projekt heisst das:

  • wir bauen einerseits ein Selbst auf (wir sind ja Krieger), andererseits transzendieren wir es (wir sind ja auch Könige).
  • Als Gemeinschaft von Königen sind wir ein Tribe: wir erfreuen uns an unserem gemeinsamen Erfolg!

>> Eine schöne Übung zur Transzendenz des Selbst: Setz oder leg dich ein paar Minuten hin und sag dir in dieser Zeit ganz häufig: „Ich. Ich. Ich. Ich…“ Und dann spür nach, wie sich das anfühlt. 

„Dies ist meine einfache Religion. Sie braucht keine Tempel, keine komplizierte Philosophie. Unser Gehirn und unser Herz sind unser Tempel. Die Philosophie ist Freundlichkeit…“

Dalai Lama

Inspiration

Thich Nhat Hanh kann eine Inspiration für den König. Hier spricht er über die Bedeutung von Stille.

Konkrete Schritte

1. Werde Still

Finde in dir den Wunsch, anderen Menschen zu helfen

2. Pflanze Samen

Sei dir bewusst, dass die Samen, die du jetzt in deinem Geist pflanzt eine Auswirkung auf deine Zukunft haben….

3. Ich, Ich, Ich

Sag dir ein paar Minuten lang einfach dieses Mantra vor – und schau, was es mit dir macht!

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